Krankheiten | Vererbbare Krankheiten

HD – Hüftgelenksdysplasie

HD – Hüftgelenksdysplasie


Die Hüftgelenksdysplassie ist eine Erkrankung, bei der Oberschenkelkopf und die Hüftgelenkspfanne nicht aufeinander abgestimmt sind. Diese Fehlbildung ( Dysplasie ) ist eine der häufigsten Erkrankungen der Hüftgelenke. Die HD ist zu großen Teilen genetisch begingt, weshalb die Zuchtverbände sehr hohen Wert auf die HD-Freiheit zur Zuchtzulassung legen. Die züchterische Auswertung von HD – Aufnahmen ist nur durch von den Rassezuchtverbänden zugelassenen Gutachtern möglich, an die der Tierarzt die Röntgenbilder einschickt. Die Hunde sollten zur endgültigen Begutachtung das erste Lebensjahr vollendet haben, da frühestens zu diesem Zeitpunkt mit einer vollständigen Entwicklung der Gelenke zu rechnen ist. Ab der Geburt wirken auch Umweltfaktoren auf den Hund ein.Die meiste Bedeutung haben hierbei die Art der Fütterung, sowie Art und Ausmaß der Bewegung. Als nachteilig haben sich zu energiereiche sowie zu eiweißreiche Fütterung erwiesen. Aber auch zu frühe, übermäßiges, körperliches Training wirkt sich negativ auf die Entwicklung der Hüftgelenke aus. Eine straffe Kruppen,- und Oberschenkelmuskulatur durch moderate, gleichmäßige Bewegung hingegen ist günstig für die Stabilisierung der Hüften.

MDR 1 Defekt

MDR 1 Defekt


MDR1 ist ein Transporter, der im Organismus an der Verteilung und Ausscheidung von vielen Arzneistoffen beteiligt ist. Ist ein im Blut zirkulierender Fremdstoff im Begriff die Blut-Hirn-Schranke zu passieren, wird dieser erkannt und zurück in das Blut transportiert. Der MDR1 schützt somit das Gehirn vor einer Überschwemmung mit potenziell schädlichen Arznei- und Fremdstoffen. MDR1 ist im Körper weit verbreitet. Im Darmepithel fungiert der MDR1-Transporter als Absorptionsbarriere für Arznei- und Fremdstoffen, sowie für Toxine der Darmflora; in Leber und Niere ist der MDR1 an der aktiven Ausscheidung von Arzneistoffen in Galle und Urin beteiligt. Bei MDR1 -/ - Hunden fehlt ein funktionsfähiger MDR Transporter in allen Organen, daher sind diese Hunde von einer multiplen Arzneiüberempfindlichkeit betroffen. MDR1 +/+ kein MDR1 Defekt, MDR1-Gen intakt MDR1 +/- kein MDR1 Defekt, aber Träger MDR1 -/- MDR1 Defekt. Totalausfall des MDR1 Transporters

(Quelle: uni-gießen/mdr1-defekt)

Ellbogengelenksdysplasie ( ED )

Ellbogengelenksdysplasie ( ED )


Unter dem Begriff ED werden verschiedene Erkrankungen des Ellbogengelenks zusammengefasst, deren Auftreten auf einer genetisch bedingten Veranlagung beruht. Starke Überlastung in der Wachstumsphase, zu lange Spaziergänge, Fahrradfahren oder übermäßiges Treppensteigen, zu energiereiche Fütterung, " hochwertiges" Welpenfutter über zu lange Zeit oder Zusatzfütterung von extra Mineralstoffpräparaten. All das kann dem genetisch vorbelasteten Hund zusätzlich schaden. OCD ( Ostechondrosis dissecans) ist eine Knorpelwachstumsstörung mit mangelhafter Ausreifung, z.B. durch eine zu hohe Wachstumsgeschwindigkeit. FPC ( Fragmentierter Processus cronoideus medialis) , hier handelt es sich um den inneren Kronfortsatz der Elle, der bei Hunden großwüchsiger Rassen erst im Alter von 4 bis 5 Monaten verknöchert. Bis zu diesem Zeitpunkt ist er sehr empfindlich jeglicher Überbelastung. IPA ( Isolierter Processus anconaeus ), hier handelt es sich um einen Knochenvorsprung der Elle, dessen Wachstumsfuge im Alter von 16 bis 20 Wochen geschlossen sein soll. Fehlt diese knöcherne Verbindung, liegt ein Krankheitsbild vor. Bei allen drei Erscheinungsformen der ED treten als Folgeerscheinung meist schmerzhafte Arthrosen auf. Die betroffenen Hunde zeigen Bewegungsunlust und Lahmheit.

(Quelle: www.wundrock.de)

Augenerkrankungen

Augenerkrankungen


Erkrankung Der Katarakt wird auch als "Grauer Star" bezeichnet und ist eine der häufigsten Ursachen für eine Linsentrübung und Erblindung beim Hund. Die Symptome treten meistens bereits in jungen Jahren auf, das Fortschreiten der Krankheit verläuft bilateral symmetrisch und endet ohne Behandlung immer mit vollständiger Blindheit. Die einzig wirksame Behandlungsmöglichkeit ist ein chirurgischer Eingriff. Der Hereditäre Katarakt beim Australian Shepherd (HC) ist eine erbliche Augenerkrankung, der eine Mutation im HSF4-Gen zugrunde liegt. Dieser Gendefekt wird autosomal dominant vererbt. Mutation und Erbgang Die dem Defekt zugrunde liegende Mutation kann mittels eines DNA-Test nachgewiesen werden. Der HC wird autosomal-dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein betroffenes Allel zu dieser Erkrankung führt. Die Schwere der Erkrankung nimmt zu, wenn der Hund reinerbig für die Mutation ist, d.h. zwei betroffene Allele besitzt. Der HC folgt einem autosomal dominanten Erbgang. Es gibt drei Genotypen: 1. Genotyp N/N (homozygot gesund): Dieser Hund trägt die Mutation nicht und wird nicht am HC erkranken. Er kann die Mutation nicht an seine Nachkommen weitergeben. 2. Genotyp N/HC (heterozygoter Träger): Dieser Hund trägt eine Kopie des mutierten Gens. Aufgrund des dominanten Erbgangs hat der Hund ein hohes Risiko am HC zu erkranken. 3. Genotyp HC/HC (homozygot betroffen): Dieser Hund trägt zwei Kopien des mutierten Gens und hat ein extrem hohes Risiko am HC zu erkranken. Er wird die Mutation zu 100 % an seine Nachkommen weitergeben.

(Quelle: www.laboklin.de)